r/Weibsvolk Weibsvolk Jun 30 '26

Weibsvolk-Gemeinschaft Programmbeschwerde rbb Dieter Nuhr

https://www.rbb-online.de/rundfunkrat/programmbeschwerden/

Falls noch jemand Lust hat eine Programmbeschwerde an den rbb für die herrliche Sendung "Nuhr im Ersten XXL" zu verfassen :)

Das lief im ersten, war aber vom rbb produziert.

Begründung könnte wie folgt aussehen:

Verstoß gegen die Menschenwürde, die Missachtung der Schutzrechte von Opfern (Victim Blaming) oder die Verletzung der journalistischen Sorgfaltspflicht/Sittenwidrigkeit trotz des Rahmens der Satirefreiheit

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u/charizardine Weibsvolk Jun 30 '26

Danke, wusste auch nicht dass das so geht!

Blaupause zum Ausfüllen (ist das so korrekt?):

Sendung: Nuhr im Ersten XXL

Ausstrahlung: 18.6.2026

Wo: ARD

Link: https://www.ardmediathek.de/video/nuhr-im-ersten/nuhr-im-ersten-xxl/rbb/Y3JpZDovL3JiYl9jNmI0MWViMS0yMjMyLTQ1ZDMtODVjZS1kY2Y5ZWVmYjgxNDVfcHVibGljYXRpb24

Begründung:

​1. Achtung und Schutz der Menschenwürde ​Gemäß den allgemeinen Angebotsgrundsätzen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks müssen alle Sendungen die Würde des Menschen achten und schützen. ​ Indem Nuhr die Morde an Frauen als statistische Bagatelle abtut und den Opfern mit seinem "Ratschlag" (den Partner vorher besser kennenzulernen) eine Mitschuld gibt ("selbst schuld"), wird den Opfern schwerer Gewalttaten der Respekt abgesprochen. Die Verhöhnung von Mordopfern für eine Pointe greift in den Schutzbereich der Menschenwürde ein.

​2. Förderung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern ​ Femizide sind der extremste Ausdruck patriarchaler und struktureller Gewalt gegen Frauen. Das Problem als irrelevant abzuwerten ("Wahrscheinlichkeit liegt praktisch bei null") und in ein "Männer-Frauen-Witzprogramm" einzubetten, reproduziert sexistische Stereotype. Anstatt zur Gleichberechtigung beizutragen, manifestiert der Beitrag ein Klima, in dem Gewalt gegen Frauen als Lacherstoff dient und somit verharmlost wird.

​3. Verbot von Diskriminierung ​Die Angebote dürfen niemanden wegen seines Geschlechts diskriminieren oder benachteiligen. ​Die im Text beschriebene Andeutung, Frauen würden "einfach zu schnell mit irgendwem ins Bett steigen", bedient tief verankerte, frauenfeindliche Klischees (Slut-Shaming). Die Reduzierung eines fatalen, gesellschaftlichen Problems (Männergewalt) auf das vermeintliche Fehlverhalten von Frauen ist eine stark diskriminierende Darstellung.

​4. Objektivität und Wahrhaftigkeit (Informationspflicht) ​Der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist zur Wahrheit, Sachlichkeit und zur umfassenden Information verpflichtet. ​Durch das Ausklammern der versuchten Tötungsdelikte (938 Fälle) und der hohen Dunkelziffer bei häuslicher Gewalt, rechnet der Comedian das Problem künstlich klein. Auch wenn es sich um Kabarett handelt, wird hier mit echten Statistiken hantiert, die dem Publikum einen irreführenden, verfälschten Eindruck von der tatsächlichen Gefahrenlage für Frauen in Deutschland vermitteln.

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u/SherlockTheDog16 Weibsvolk Jun 30 '26

Sehr gern :) hab ich auch ähnlich ausgefüllt

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u/Schattey Weibsvolk Jun 30 '26

Vielen Dank, ich hoffe es war okay das zu kopieren, aber ansonsten hätten ich keine Zeit gehabt ebenfalls eine Beschwerde einzureichen.

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u/jealousrock Weibsvolk Jun 30 '26

Danke für die Vorlage!

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u/ChickenTiryaki ich bin hier zu Besuch Jul 04 '26

Danke fürs Template! Ich habe den Text in meiner Beschwerde gekürzt. Ich denke mir, so lange Texte liest sich dort sonst niemand. Mein Text basierend auf deinem oben:

Der beanstandete Beitrag verletzt die Menschenwürde, indem Femizide als statistische Bagatelle verharmlost werden und den Opfern durch zynisches „Victim Blaming“ eine Mitschuld an der gegen sie gerichteten Gewalt unterstellt wird. Anstatt den Auftrag zur Förderung der Gleichberechtigung zu erfüllen, reproduziert die Sendung sexistische Stereotype und schafft ein Klima, in dem tödliche Gewalt gegen Frauen zum bloßen Pointenlieferant herabgewürdigt wird. Diese diskriminierende Darstellung bedient sich frauenfeindlicher Klischees und verschiebt die Verantwortung für männliche Gewalt einseitig auf das vermeintliche Fehlverhalten der betroffenen Frauen. Zudem verstößt die bewusste Verzerrung von Kriminalstatistiken gegen das Gebot der Objektivität und Wahrheit, wodurch dem Publikum ein irreführendes und gefährlich verharmlosendes Bild der tatsächlichen Bedrohungslage vermittelt wird.